Tanzteich, Niedersachswerfen

Landkreis Nordhausen

Die Sage vom Tanzteich

Einst stand am Fuße des Mühlberges in Niedersachswerfen, in der Nähe des Weges nach Appenrode, ein Wirtshaus. Jeden Tag versammelte sich hier eine lustige Schar um zu feiern und zu tanzen. Eines Sonntags begann die wilde Gesellschaft bereits am Vormittag, zur Zeit der heiligen Messe mit ihrem Gelage. Das sah der Herrgott mit großem Verdruss. Um die Heiden von ihrem Frevel abzubringen, ließ der Herr ein mächtiges Unwetter über dem Mühlberg aufziehen und ein Blitz fuhr in einen nahe gelegenen Baum. Doch die Horde spottete nur, der Herr rolle wieder mit den Bierfässern und wolle bei uns wohnen.

Am nächsten Sonntag begann die Schar wieder am Morgen mit ihrem Gelage. Da sandte der Herr ein Erdbeben wodurch das ganze Wirtshaus wackelte und die Balken laut krachten. Aber auch diese Warnung verhallte. Als die Menschen am folgenden Sonntag wieder der Kirche fernblieben und sich im Wirtshaus dem heidnischen Treiben hingaben, schickte Gott ein mächtiges Gewitter und Erdbeben zu gleich. Direkt vor dem Wirtshaus tat sich ein Abgrund auf und ein dunkles Wasser füllte das gewaltige Loch. Die Menschen liefen schreiend aus Angst um ihr Leben durcheinander. Da versank das Wirtshaus samt der Menschen in den Fluten. Was blieb war ein tiefer Teich.

Fortan trug das Wasser den Namen Tanzteich, als Mahnung, am heiligen Sonntag zu ruhen. Am Rande des Teichs zeugen noch heute große Felsblöcke vom Wirtshaus. Bei genauem Hinsehen erkennt man die Steine auf denen die Menschen tanzten.